Elterninitiative "Kindergarten Wibbelstätz e.V."
Im ersten Kindergartenjahr kommt es uns vor allem darauf an, dass eine Atmosphäre geschaffen wird, in der sich die neuen Kinder angenommen und aufgehoben fühlen.
Besonders in der Anfangszeit begleiten wir sie mit Geduld und Einfühlungsvermögen, damit sie sich bald im Kindergarten einleben.
Als Einstieg bieten wir 2 "Schnuppervormittage" an. Vor den Sommerferien können sich die neuen Kinder mit einem Elternteil ein wenig in den Kindergartenalltag einfühlen. Die Termine werden mit der jeweiligen Gruppenleiterin abgesprochen.
Die Eltern werden umfassend über alle organisatorischen Fragen informiert, die im Zusammenhang mit dem Kindergartenbesuch ihres Kindes stehen. Es ist wichtig, gerade in dieser Phase eine vertrauensvolle Basis zu schaffen.
Damit die Erzieherinnen dem einzelnen Kind mehr Aufmerksamkeit schenken können, nehmen wir nicht alle neuen Kinder gleichzeitig auf, sondern verteilen die Aufnahmen auf mehrere Tage.
Während der Eingewöhnungszeit der neuen Kinder - in der Regel vom Beginn des Kindergartenjahres bis zu den Herbstferien - legen wir Wert auf einen ruhigen Tagesablauf. Es soll Raum und Zeit gegeben sein für das Ankommen, das Kennenlernen und Herausbilden eines Gruppengefüges. Oft gibt die Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der älteren Kinder den Neulingen das Gefühl, nicht nur bei der Erzieherin, sondern auch in der Gruppe willkommen zu sein.
Weiterhin lernen die neuen Kinder Räumlichkeiten, Spielsachen, Freigelände und andere Erzieherinnen kennen. Darüber hinaus gewöhnen sie sich an Gruppenregeln und unseren Tagesablauf.
Besonders zu beachten und für die Eltern zu organisieren ist, dass anfangs die Betreuungsdauer von Tageskindern individuell angepasst und somit eine Überforderung des Kindes vermieden wird.
Wichtig ist der stetige Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieherinnen über den Stand der Eingewöhnung.
Die Kinder haben die Möglichkeit, andere Gruppen, Erzieherinnen und Räumlichkeiten kennen zu lernen. Dazu arbeiten wir zeitweise gruppenübergreifend und praktizieren eine interne Öffnung (Binnenöffnung).
Ab 09:15 Uhr haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Spielorte zu wählen, so z. B. Werkraum, Turnhalle, Innenhof, Tenne oder eine andere Gruppe. Dies geschieht in Absprache mit den Erzieherinnen und setzt das Kennen und Anerkennen der jeweiligen Regeln voraus. Auf diese Weise wird ein selbständiges und eigenverantwortliches Handeln der Kinder gefördert. Sie lernen, kleinere Auseinandersetzungen selbst zu regeln und in ihr eigenes, phantasievolles Spiel zu finden.
Ab 14:30 Uhr arbeiten die Zwergen- und Bärengruppe gruppenübergreifend. In der Spielgruppe werden Angebote zu aktuellen Themen oder nach Wünschen der Kinder durchgeführt. Informationen dazu gibt es auf den Clipchart im Windfang.
Einmal pro Woche wird ein gemeinsames Turnen für alle Kindergartenkinder angeboten. Es findet nachmittags in der Turnhalle der katholischen Grundschule statt.
Die gezielte Beobachtung ist eine wichtige Entscheidungshilfe bei der pädagogischen Planung, Lenkung und Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen. Zudem ist sie ein hilfreiches Instrument zum Feststellen von Verhaltensauffälligkeiten.
Erzieherinnen sollen:
Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, kommt der Beobachtung eine zentrale Bedeutung zu. Dabei unterscheiden wir zwischen freier Verhaltensbeobachtung und dem Führen von Beobachtungsbögen. Bei beiden Varianten beziehen sich unsere Beobachtungen auf sichtbare Verhaltensweisen des Kindes. Eine mehr oder weniger subjektive Interpretation soll zunächst unterbleiben.
Im täglichen Miteinander beobachten wir eher beiläufig aber auch wiederholt und absichtsvoll das Spiel- Lern- und Sozialverhalten der Kinder, gewinnen Informationen über körperliche, seelische und kognitive Entwicklung und erkennen u.U. "auffällige" Verhaltenweisen, die es abzuklären gilt. Diese Beobachtungen werden frei dokumentiert und dienen der jeweiligen Erzieherin als Planungsgrundlage.
Die Arbeit mit Beobachtungsbögen gilt als objektiv und umfassend. Bei unserer pädagogischen Arbeit kommen diese halbjährlich zum Einsatz. Die Art der Beobachtung spricht gezielt mehrere Entwicklungsbereiche wie die kognitive Entwicklung, die Sprachentwicklung, grob- und feinmotorische Entwicklung sowie die Entwicklung sozialer Kompetenzen an. Jeweils zwei fest eingeteilte Erzieherinnen unserer Einrichtung haben in dem Fall einen bestimmten "Fachbereich" (z.B. Sprachentwicklung). In Kooperation miteinander stellen sie gruppenübergreifend für alle Kindergartenkinder gezielte Beobachtungssituationen für ihren Fachbereich her, in denen von einem bestimmten Verhalten auf den Entwicklungsstand bestimmter Funktionen geschlossen werden kann. Auf die Weise erhalten wir eine Fülle von Beobachtungssituationen, die zu wichtigen Einschätzungen der Fähigkeiten eines Kindes führen. Wir erklären die Aufgaben kindgemäß und beobachten seine Bereitschaft, die Aufgaben durchzuführen, seine Genauigkeit und seine Aufmerksamkeitsspanne. Wichtig ist es, auf eine spielerische, stressfreie Atmosphäre zu achten, die Kinder zu motivieren und ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass ihre Anstrengungen erfolgreich sind.
Die Beobachtungszeiträume werden jeweils in einem Elternbrief bekannt gegeben (jeweils 2 Wochen im Frühjahr und im Herbst). Wenn Interesse besteht, können Eltern die Beobachtungsergebnisse ihres Kindes mit den pädagogischen Mitarbeitern besprechen.
Sollten Fördermaßnahmen in Betracht gezogen werden, halten die Erzieherinnen Rücksprache mit den jeweiligen Eltern.
Am Ende der Kindergartenzeit werden die Beobachtungsbögen an die Eltern ausgehändigt.
Der Erziehungs- und Bildungsauftrag des Kindergartens besteht darin, die Kinder zwischen drei und sechs Jahren so zu fördern und zu erziehen, dass sie beim Schuleintritt aufgeschlossen, selbständig und gemeinschaftsfähig sind. Sie sollen bis dahin Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben haben, welche sie befähigen, für sie neue und unbekannte Schulumwelt zu erfassen und zu bewältigen. Das bedeutet, die gesamte Kindergartenzeit ist für die Kinder Vorbereitungszeit auf die Schule, als die eigentliche "Vorschule".
Im letzten Kindergartenjahr bekommen die Kinder verstärkt Möglichkeiten, ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten anzuwenden und zu vertiefen. Diese Vorschulerziehung umfasst folgende Bereiche:
Die Höhepunkte des Projektes "Farben und Formen" sind der Besuch des Kunstmuseums in Bonn und die Durchführung einer eigenen Kunstausstellung mit den Werken der Vorschulkinder in unserem Haus.
Zur Vorschule treffen sich die Vorschulkinder der jeweiligen Gruppe einmal wöchentlich. Jede Gruppenleiterin plant dafür die Bearbeitung der oben genannten Themen für ihre Kleingruppe nach Können und Interesse der Kinder. Im Vordergrund steht dabei die Freude am Tun, die Motivation, aber auch die Entwicklung von Geduld, Ausdauer und Konzentration über einen längeren Zeitraum.
In den Vorschulmappen werden "Arbeitsblätter" der Kinder gesammelt, auf denen sie Schwung-, Schreib- und Wahrnehmungsübungen gemacht haben. Diese Arbeitsblätter liegen in den Gruppen aus, so dass die Kinder sich selbständig damit beschäftigen können.
Abschluss der Vorschule sowie der Kindergartenzeit ist die Vorbereitung und Durchführung eines Schlaffestes.
Wichtigste Aufgabe der Hortbetreuung ist die pädagogische Gestaltung der Freizeit. Als Lebensraum für Kinder soll der Hort in altersangemessener Weise sowohl die wachsende Selbständigkeit der Kinder unterstützen als auch die notwendige Orientierung und Bindung ermöglichen. Er hat die sozialen und emotionalen Bedürfnisse der Kinder, die Freizeitinteressen sowie die Erfordernisse, die sich aus der Schulsituation der Kinder ergeben, zu berücksichtigen. Ausgleichend zum Schultag sollen Schulkinder im Hort vielerlei Arten der Entspannung und des Ausgleiches finden. Hort soll Spaß machen und kein "Wurmfortsatz" der Schule sein.
Pädagogische Ziele der Hortarbeit im Rahmen der großen altersgemischten Gruppe sind die Förderung der Entwicklung des Selbstbewusstseins und der Sozialkompetenz sowie die Unterstützung des Erwerbs von Fertigkeiten und Sachkenntnissen.
Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Sozialerziehung. In der großen altersgemischten Gruppe leben Kinder in sehr breiter Altersmischung (3-10 Jahre) und unterschiedlichen Lebens- und Erfahrungswelten. Dadurch ergeben sich verschiedene Tagesabläufe. Wir versuchen, auf jedes Kind als eigenständiges Individuum mit eigenen Bedürfnissen, Stärken und Schwächen einzugehen, aber auch das Zusammenleben und -wachsen in der Gruppe zu unterstützen, jedes Kind seinen Platz finden zu lassen. In dieser besonderen Gruppenform treffen sehr unterschiedliche "Persönlichkeiten" aufeinander, die sich stark durch ihren Entwicklungsstand, ihre Interessen und oft auch durch ihre Nationalität unterscheiden. Das fördert und erfordert besonders von den älteren Kindern die Bereitschaft zur Toleranz, zur gegenseitigen Akzeptanz, zu Hilfe, Konfliktfähigkeit und Rücksichtnahme.
Die jüngeren Kinder orientieren sich an den Größeren, was die Entwicklung von Selbständigkeit und Sprache unterstützt. Das Selbstwertgefühl der älteren Kinder wird positiv beeinflusst durch das Bewusstwerden und die Weitergabe ihres bereits erworbenen Wissens und Könnens. Günstigerweise können sich Kinder mit abweichendem Entwicklungsstand (Entwicklungsvorsprung oder -verzögerung) besser in das breite "Fähigkeitsspektrum" dieser Gruppe integrieren.
Diese Zeit ist für Hortkinder besonders wichtig. Einmal selber über ihre Beschäftigung zu entscheiden genießen die Schüler nach einem langen Schultag mit hohen Anforderungen. Im Freispiel - das ist die Zeit vor dem Mittagessen und/oder nach den Hausaufgaben - haben die Kinder die Möglichkeit Kontakte aufzubauen, frei und lustvoll mit Menschen, Materialien und Zeit umzugehen oder sich auszuruhen, einfach nur zu beobachten. Hier ist Raum und Zeit für Gespräche mit den Erzieherinnen und die Möglichkeit Bedürfnisse mitzuteilen oder Sorgen loszuwerden.
Das Kinderparlament findet einmal wöchentlich nachmittags statt. Die Kinderkonferenz ist ein wichtiges Instrument für das Miteinander, die Akzeptanz und die Fähigkeit, sich in die Lage eines anderen Menschen zu versetzen. Hier ist jeder Einzelne gefragt, jeder darf sich äußern zu Ärgernissen in der Gruppe, Problemen oder neuen Ideen. Dabei wird geübt, miteinander zu kommunizieren, Gesprächsregeln einzuhalten und Kompromisse einzugehen (z.B. beim Finden und Abstimmen von Regeln).
Weitere angeleitete bzw. gemeinsam durchgeführte Beschäftigungen sind z.B.:
Auch bei diesen Aktionen steht die Gemeinschaft im Vordergrund. Außerdem werden die sinnliche Wahrnehmung und Bewegung geschult, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben und weiterentwickelt sowie die kognitive Entwicklung gefördert.
Die Kinder erledigen bei uns in der Zeit zwischen 13.00-15.00 Uhr ihre schriftlichen Hausaufgaben. Ziel ist es, dass die Kinder lernen, weitgehend selbständig ihre Aufgaben zu erledigen. Wir halten sie dazu an, auf eine angemessene und strukturierte Form zu achten und sich an ein konzentriertes Arbeiten zu gewöhnen. Haben die Kinder etwas nicht verstanden, geben wir Impulse für das Finden eines Lösungsweges oder erklären Aufgaben.
Die Kontrolle erfolgt stichprobenweise auf Richtigkeit, Vollständigkeit und angemessene Form. Mündliche Hausaufgaben werden zu Hause erledigt. Freitags und vor Feiertagen ist hausaufgabenfrei, um Zeit für Ausflüge, Feiern und Spiele zu haben.
Eltern und Erzieherinnen sind gemeinsam Wegbegleiter des Kindes mit dem gemeinsamen Ziel, die kindliche Entwicklung zu fördern. Es ist wichtig, regelmäßig Kontakt zu pflegen und sich abzusprechen. Trotz Hausaufgaben-Erledigung im Hort ist es notwendig, dass Eltern intensiv die schulische Entwicklung ihres Kindes verfolgen und unterstützen. Erkennen wir Schwierigkeiten und Lücken beim Lernen, informieren wir die Eltern darüber. Daneben sind wir auf Hilfe und Unterstützung aller Horteltern angewiesen.
Zeigen Sie Ihren Kindern, daß Hausaufgaben wichtig sind und ernst zu nehmen sind.
Freitags und vor Feiertagen ist hausaufgabenfrei, um Zeit für Ausflüge, Feiern und Spiele zu haben.
In den Ferien können die Schulkinder die Einrichtung ganztägig besuchen (außerhalb der Schließungszeiten). Wir gestalten gemeinsam ein Ferienprogramm mit Ausflügen, Radtouren, Schwimmbadbesuchen, Sommer-Schlaffest und anderen Aktionen.